Verwertung…

… das ist echt ein schlimmes Wort für eine gute Tätigkeit:

wir haben Petra schon am Freitag aus dem Pelz geschlagen und ein guter Freund und Jäger hat den Schlachtkörper mitgenommen und in seinen Wild- Kühlschrank gehängt: der Schlachtkörper muss ungefähr vier Tage abhängen, damit man ihn weiter verarbeiten kann.

Blättermagen und sonstiges, was Hundejungs mögen, landete als „was ganz besonderes“ in ihren Näpfen

Ich habe am Sonntag angefangen, das Fell vorzubereiten, denn ich möchte es selber gerben.

Dafür befreit man das Fell von großen Fleischresten und Verunreinigungen und kratzt diese ab.

Danach salzt man das Fell, das hilft beim Trocknungsprozess: es zieht die Feuchtigkeit raus. Wir haben dick eingesalzen,

das gesalzene Fell in einen Beutel gelegt und diesen haben wir in einen Baum gehängt, damit keine wilden Tiere daran gehen.

Dort wird der Beutel jetzt erst einmal vier Wochen lang hängen, bevor es dann an die Weiterverarbeitung geht.

Gestern habe ich dann den Schlachtkörper zerlegt: 2 Keulen, 2 Schulter, 2 Stück Rücken, Rippchen, 2 Minifilets und viel Suppenknochen liegen nun vakuumverpackt im Eisfach.

Liebe kleine Petra, ich hätte dir ein gaaaanz langes Leben und viele hübsche Lämmer gewünscht. Nun danke ich dir für dein wärmendes Fell und dein gutes Fleisch.

Lämmer No.10 und 11

Unsere braune Ethni sah schon seit ein paar Tagen so aus, als ob es jederzeit losgehen würde.

Heute morgen habe ich mit den Hundejungs alle Mähdels, Bubis und Lämmis raus auf die Wiese gebracht, da der „Kreissaal“ schon ziemlich abgefressen ist. Heute Nachmittag entschied sich Ethni dann nieder zu kommen:

mitten im Tohuwabohu bekam sie erst TIMO und dann den kleinen FRANK.

Die Eutersuche stellte sich bei den neugierigen anderen Schafen als echt schwierig heraus, aber die beiden Lütten haben dann doch endlich angedockt.

Nun steht es 7:4 für die Jungs

Willkommen im Leben

Unser Rippchen ist tot

Gegen 10 Uhr habe ich sie gefunden

Mir dreht sich jetzt noch der Magen beim Schreiben um…

Unsere kleine liebe Minimaus, viel zu jung und so unnötig. Heute morgen stand sie noch miauend hinter mir und verlangte nach Futter und Ausgang… Hätte ich gewusst, was der Tag bringt, wäre die Tür zu geblieben.

Entweder hat ein Hund sie totgeschüttelt – sie hatte Sabber im Pelz – oder ein Auto hat sie überfahren, was noch perverser wäre, da der Fahrer/die Fahrerin sie in unsere Hofeinfahrt gelegt haben muss…

Dieses kleine Geschöpf, das entschieden hat, dass wir seine Familie sind und einfach bei uns eingezogen ist und sich tief in unsere Herzen geschnurrt hat, ist nun nicht mehr da und wir müssen sehen, wie wir mit diesem Verlust fertig werden…

Nun liegt sie bei Connor und Ruppert:

passt auf die Kleene im Regenbogenland auf, bis wir uns alle wiedersehen

Liebes Rippchen, es macht mich stolz, dass du uns ausgesucht hast und so viel Freude in unser Leben gebracht hast, meine Minnimau

Der Tag danach…

… aber fangen wir noch gestern an …

Wir gaben uns total platt Pizza und Salat besorgt. Während wir auf die Fertigstellung der Speisen warteten, rief ein befreundeter Jäger an und fragte, ob wir nochmal mit unseren Hunden durch ein abzumähendes Feld laufen wollen, um evtl. angelegte Kitze zu finden: Klaro, morgen 9 Uhr sind wir da. Dann fielen wir aufs Sofa und wollten eigentlich nach dem Essen nur noch Duschen und dann ab ins Bett: ich habe es geschafft, nachdem Micha gerade auf dem Weg zur Dusche war, ging der Pieper: Brand, und das auch noch bei Freunden von uns … Wir sind ja ein eingespieltes Team: während Micha in die Feuerwehrsachen „schlüpft“, mache ich den Weg zum Auto frei. Und weg war er…

Leider kamen bei dem Brand ein Hund (‚mein Kamel‘ Bayanga) und eine Katze durch Rauchvergiftung ums Leben, den Menschen geht es soweit gut.

Irgendwann kam Micha ins Bett gekrochen. Ich hab ihn bis halb 9 schlafen lassen und dann entschieden, alleine mit den Hundejungs loszufahren, da ging der Pieper: es qualmte wieder. Und tschüss, mein Schatz, pass auf dich auf.

Wir sind dann nach Großsporkert zur Wiese gefahren, wo schon fleißig gemäht wurde…??? Die Jäger waren etwas sauer, da es anders abgesprochen war. So suchten wir in der noch stehenden Wiese zusammen mit den Jägern und fanden GsD nichts. Auf dem nach Hauseweg holte ich noch Brötchen: Micha hat bestimmt Hunger, aber es gibt tolle Feuerwehrfrauen, die schon den Jungs Frühstück gemacht haben – Danke Anja

So fing ich schonmal an das Scherchaos zu beseitigen, gab aber beim misten auf, da ich nicht wusste, wie ich meinen Mist

auf den großen Misthaufen bringen sollte – mache ich gleich mit Wiebke zusammen…

Dafür habe ich die Horden rausgeräumt und die Wolle rübergeholt

Dann kam Micha zum Duschen und zum 2. Frühstück. Hät ich doch nichts gesagt:

„Nach dem Gesetz der Serie müssen es 3 sein…“ piep, piep, piep

Und weg war er wieder… ohne Handy. Also packte ich Wasser, Kraftfutter, Hundejungs und Handy ein und fuhr nach Windgassen. Ich hatte gedacht, dass alles abgesperrt wäre, kam aber bis fast ans Haus, parkte und suchte Micha: schwierig, wenn jede Menge Feuerwehrmänner mit Atemmasken unterwegs sind. Dafür traf ich alle vom Brand Betroffenen und – Scheiss auf Viren – musste sie erst einmal drücken.

Dann fand ich auch meinen Mann, der in Vollmontur aus dem Brandhaus kam, und übergab ihm das Handy.

Und endlich fand ich Zeit zu den Mähdels zu fahren, um zu schauen, wie sie ihre erste Nacht „nackend“ im neuen Zuhause verbracht haben: ich glaube, sie schämen sich ein wenig, denn sie standen alle im Häuschen und kamen vorsichtig raus, als sie mich erkannten

Und dann haben wir auf der wunderschönen Wiese trainiert: fabelhaft!

Morgen gibt es Bilder von Jack, der heute auch sehr gut gearbeitet hat.

Dann haben wir die Mähdels wieder „rein“ gebracht, sie haben ihr Kraftfutter gekriegt und während sie gemampft haben,

habe ich auf dem Bänkchen die Sonne genossen.

Kurz nachdem ich zu Hause war, kam auch Micha. Um 19 Uhr wollte die FFW sich noch einmal das Haus anschauen, ob es noch irgendwo qualmt, aber bis dahin hatte Micha nun „frei“.

Dann kam Sabine und schaute sich die Fließe an: sie nahm 6 mit. Bin gespannt, was sie Tolles aus der Wolle meiner Mähdels macht und ich bekomme beigebracht, wie man spinnt – ok, eigentlich bin ich Profi im spinnen … ohne Geräte

Nun ist wirklich Feierabend und ich hoffe, dass unsere Nacht heute zusammenhängend ist.

Scheißtag erträglich machen

mit „Outlander“ auf geistige Reise gehen, dazu standesgemäß einen Whisky – der ist noch von Martins Beerdigung „Slainte, lieber Bruder“ und muss weg – und 2 Lieblingstieren rechts und links neben mir