{"id":5250,"date":"2018-02-13T10:13:18","date_gmt":"2018-02-13T09:13:18","guid":{"rendered":"http:\/\/kleinbeek.de\/?p=5250"},"modified":"2018-02-13T10:14:13","modified_gmt":"2018-02-13T09:14:13","slug":"meine-tage-werden-dunkler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kleinbeek.de\/?p=5250","title":{"rendered":"Meine Tage werden dunkler&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; denn meinem Rupi-B\u00e4ren geht es nicht gut. Gestern waren wir beim Tierarzt, der ihm Schmerzmittel gab und bei der Untersuchung feststellt, &#8222;dass da wohl was w\u00e4chst, was da nicht hingeh\u00f6rt: Leber oder Milz.&#8220;<\/p>\n<p>Einige Menschen werden mich nicht verstehen und sagen &#8222;Der ist doch uralt&#8220; aber das macht die Situation auch nicht besser.<\/p>\n<p>Seit 14 &#8211; fast 15 &#8211; Jahren kenne ich den kleinen Rabauken. Ich war Gassig\u00e4ngerin im Tierheim Velbert und im November 2003 sa\u00df pl\u00f6tzlich ein schwarzes aufgeregtes lautes Hundetier namens Ruppert in einem der Zwinger. Gro\u00dfe Schilder warnten die Besucher davor, die Finger durch das Gitter zu stecken: er bei\u00dft. Abgabegrund war, dass Ruppert seinem Frauchen, die mit ihm spielte und unter ihm lag, ins Gesicht gebissen hat. Genau an diesem Tage habe ich beschlossen: der kommt zu mir!!!!<\/p>\n<p>Damals hat Oli noch gesagt &#8222;K\u00f6nnen wir nicht was einfacheres nehmen?&#8220; Standardantwort : NEIN, genau der! Was hat dieser Hund das Tierheim aufgemischt: der Wachdackel hat alles kommentiert, alles im Auge behalten. Wegen ihm, mussten die Hunde durch die Zwinger rausgebracht werden, denn sobald ein Hund durch den Mittelgang rausgef\u00fchrt wurde, gab es bei Rupi kein Halten mehr; manchmal ist es gut, dass mensch kein hundisch versteht, denn das h\u00f6rt sich nicht nett an und Rupi konnte immer schon gut rumfletschen \ud83d\ude09 Nach Regenspazierg\u00e4ngen traute sich keiner, den Hund abzutrocknen: mir wurde das Handtuch \u00fcbergeben &#8222;Machen sie das ruhig, wenn sie sich trauen&#8220;, Zecken wurden nicht gezogen &#8222;an den schwarzen Teufel geht hier keiner dran&#8220;. Die Schwing-Klappe, die vor dem Auslauf seines Zwingers hing, war feins\u00e4uberlich abgeknabbert, n\u00fctze also gar nichts mehr gegen Wind und Wetter: hat der kleine Drecksack selber gemacht, der kleine Innenarchitekt. Das was sich schon auf den Spazierg\u00e4ngen zeigte, dass er der Buddelk\u00f6nig ist: mit buddeln konnte man ihn von allem ablenken, sogar von doofen Artgenossen, die er eigentlich immer fressen wollte.<\/p>\n<p>Als Oli dann gestorben ist, habe ich gek\u00e4mpft, um diesen Hund, der schon MEIN Tierheimhund geworden war, zu mir zu holen. Das Tierheim wollte ihn nicht rausr\u00fccken: &#8222;Sie wissen doch, wie der ist. Kommen sie ruhig jeden Tag vorbei, aber wir vermitteln ihn nicht.&#8220; Am 17.06.2004 habe ich ihn abgeholt. Das dumme Gesicht dieses Hundes werde ich NIR vergessen, nach dem Motto: &#8222;Was machst du denn schon hier? Wir haben Vormittag und du bist erst am Nachmittag dran.&#8220; K\u00f6stlich!<\/p>\n<p>Eigentlich sollte dieser Hund geimpft zu mir kommen, stand auch im Pass &#8222;\u00c4hm, sie m\u00fcssen dann aber nochmal kommen, denn er ist NICHT geimpft&#8220; &#8230; Staun, stutz &#8230;. &#8222;die Tier\u00e4rztin war da, hat sich aber nicht getraut. Wir geben ihnen Beruhigungsmittel mit und dann geben sie ihm\u00a0 diese Dosis und dann kommen sie, wir packen ihn in den Zwinger, geben die Leine durch die Gitterst\u00e4be raus und halten ihn dann an den Gitterst\u00e4ben fest und die \u00c4rztin kann ihn dann von aussen impfen&#8220; H\u00e4? Was geht denn hier ab? Das Tierheim hatte die Dosis so hoch angesetzt, das Rupi an diesem\u00a0 Tag selig hinten im Polo auf der R\u00fccksitzbank schlief. Als die Tier\u00e4rztin an uns vorbei ins Tierheim wollte, sprach ich sie an und sie impfte ihn direkt im Auto: Drive-In-Impfung &#8211; von uns erfunden \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Und dann begannen unsere vielen gemeinsamen Jahre: aber es war zu Anfang echt nicht leicht mit dem Kerl.<\/p>\n<p>Wie oft, hat er versucht mich zu fressen und zum Schlu\u00df &#8211; als er noch konnte &#8211; hat er es geliebt, mit mir zusammen im Bett oder auf dem Sofa zu kuscheln, mein K\u00f6rpern\u00e4he war ihm immer wichtig und sein mir auch. Einmal ging morgens im Dunklen der Wecker, er reckte und streckte sich auf dem Bett und hat sich wohl weh getan, was f\u00fcr ihn immer den Effekt hatte &#8222;der Mensch war&#8217;s&#8220; Also stand Rupi Z\u00e4hne fletschend \u00fcber mir und wollte mich mal wieder fressen, aber im Laufe der Zeit habe ich mir einen &#8222;Backengriff&#8220; angew\u00f6hnt, mit dem der Kopf des Hundes gesichert ist und man sich dann unter dem Hund rauswurschteln konnte (was war ich da noch gelenkig) Das tolle an Rupi ist, dass er auch in seinen Austickphasen IMMER ansprechbar war du so konnten wir beide uns immer runterholen, Luft holen und uns wieder vertragen.<\/p>\n<p>Die ersten Spazierg\u00e4nge in der M\u00e4hlerbeck waren eine Katastrophe; ich glaube ich war die\u00a0meistgeha\u00dfte Frau mit dem furchtbaren schwarzen Monster. Es war schon normal, Rupi immer auf 2 Pfoten stehend, laut rumgeifernd an anderen Hunden vorbeizuf\u00fchren. Besonders Renate mit Rasmus und Toni und Moni mit Rakete und Raudi bekamen bestimmt eine Krise nach der anderen, wenn wir ihnen entgegen kamen&#8230; An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank Renate, die irgendwann die Faxen dicke hatte und bestimmt gesagt hat, dass wir ab jetzt zusammen Spazieren gehen. Wir sind dran geblieben und so wurden die Frauchen meine Freundinnen und die Hunde lagen alle zusammen unterm Tisch, wenn wir Kaffee getrunken haben. IM Laufe der Zeit bekam Rupi immer mehr Hundekumpels und ich immer mehr Freunde &#8211; DANKE, mein dicker B\u00e4r!<\/p>\n<p>\u00dcber die Unarten meines Rupis wurde ich immer mehr sensibilisiert und wollte verstehen, warum mein Hund so ist, wie er ist und so begann ich einen Ausbildung zur Hundetrainerin: spannendes Thema. W\u00e4hrend der Ausbildung wurden Rupi und ich (und Janina mit Sara) immer als Beispiel f\u00fcr alles Negative\u00a0genommen, was\u00a0mir irgendwann voll auf den Senkel ging und ich mich anfing zu wehren und VOR Rupi zu stellen du als der Ausbilder Ruppert provozieren wollte,\u00a0Rupi sich umdrehte und zu mir kam\u00a0und der Ausbilder dann noch dieses Verhalten als etwas bl\u00f6des darstellen wollte, hatte er mich verbal am Hals du ich erz\u00e4hlte ihm mal, was ich von seinem bl\u00f6den unqualifizierten Geschw\u00e4tz hielt: NICHTS, denn der Hund h\u00e4tte sich f\u00fcr mich entschieden und damit genau das gemacht, was wir in dieser Ausbildung als ziel beigebracht bek\u00e4men&#8230; Daraufhin bin ich bei der ersten Abschlusspr\u00fcfung durchgefallen \ud83d\ude09 (hab&#8217;s trotzdem geschafft!!!!)<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte hier jetzt noch Seitenweise weiterschreiben, denn wir haben soviel zusammen erlebt und erleben immer noch, denn\u00a0 wir\u00a0haben alles zusammen gemacht\/ wir machen alles zusammen: Urlaub, Partys, Wandern, auf der Balkonliege abh\u00e4ngen, Freunde besuchen gehen..<\/p>\n<p>Wir haben uns versprochen, einer f\u00fcr den andern da zu sein und das haben wir bis jetzt auch so gelebt und das wir auch bis zur letzten Sekunde so sein, denn wir sind das <strong>DREAMTEAM<\/strong><\/p>\n<p>Und es wird jede Sekunde genossen, bis es soweit ist<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; denn meinem Rupi-B\u00e4ren geht es nicht gut. 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