Warum Düngepellets? Warum werden die Vliese nicht zu Wolle weiterverarbeitet und verkauft?
Skudden haben keine Wolle, wie z.B. Merino-Schafe. Die Pullis und Schals würden sehr wahrscheinlich kratzen, da in der unverarbeiteten Skudden Wolle sehr viele Stichelhaare enthalten sind; aber wir arbeiten daran
Für die Pellet-Herstellung wird das grobe, noch verschmutzte Vlies verwendet.
Der Einsatz von Naturdüngern im Hausgarten hat in den letzten Jahren ein größeres Publikum erreicht. Reine Schafwolle enthält neben 5 % Kalium, einem geringen Anteil an Phosphor und Magnesium, auch mehr als 10 % Stickstoff. Die Pellets sind wertvoller Dünger, der sich langsam zersetzt und erst nach und nach seine Nährstoffe freigibt.
Da Schafwolle laut der Verordnung EG Nr. 1069/2009 der Europäischen Union als tierisches Nebenprodukt der Kategorie 3 gilt, darf Schafwolle nicht im unbehandelten Zustand als Düngemittel eingesetzt werden. Durch das Verdichten der Wolle in den Maschinen entstehen Temperaturen von 80 bis 135°C. Krankheitserreger sterben ab und die Wolle darf am Feld oder im Gartenbeet ausgebracht werden.
Wir arbeiten mit einem Betrieb in Gütersloh zusammen.
Besonderheiten der Schafswollpellets:
- gute Dosierbarkeit und einfache Handhabung
- langsame Nährstoffabgabe verhindert das Auswaschen von Nitraten
- Vermehrung nützlicher Bodenorganismen, Pilzhemmend
- 100% regenerativ von lebenden Tieren
- ohne Chemikalien oder künstlichen Zusätzen
- Bodenauflockerung durch Quellwirkung und Wasserspeicherung
Dosierungsempfehlung
- Gemüse:
a) Gemüse mit geringem N- Bedarf: 50 g/m² (Feldsalat, Radieschen, Erbsen, Bohnen etc.)
b) Gemüse mit mittlerem N- Bedarf: 100 g/m² (Eissalat, Möhren, Kohlrabi, Gurke etc.)
c) Gemüse mit hohem N- Bedarf: 120 g/m² (Tomate, Porree, Chinakohl, Blumenkohl, Rosenkohl etc.)
Bei der Anwendung im Freiland flach in die Erde einarbeiten.
Zu beachten ist, dass die Pellets im Substrat quellen.
- Grün- und Blühpflanzen:
ca. 10 g Pellets (etwa 2 Esslöffel) auf 1 Liter Substrat. Schafwollpellets bei Topfpflanzen einfach unter das Substrat mischen.
Bei der Anwendung im Freiland flach in die Erde einarbeiten.
- Obstgehölze:
a) Steinobst: Düngung mit 100 – 140 g pro Baum
b) Kernobst: Düngung mit 70 – 100 g pro Baum
c) Beerensträucher: Düngung mit ca. 100 g pro Strauch
Beim Einpflanzen der Bäume im Freiland – Pellets in das Pflanzloch geben.
Zu beachten ist, dass die Pellets im Substrat quellen.