Durch Lukes Meningitis und unser darauffolgendes „in Watte packen“ hatten wir uns dazu entschieden, ihn nach GB zu Stuart Walton in die (Grund-) Ausbildung zu schicken.
Nun sind fast 12 Wochen um und selbst Stuart hatte mit dem Dickkopf zu kämpfen
Es ist ein noch längerer Weg, den wir gehen müssen, aber wir freuen uns darauf.
Jetzt müssen Micha und Luke ersteinmal morgen heile nach Hause kommen
Der Kopf sagt „Ihr tut das Richtige, der Kleene braucht ein Bootcamp, damit ihr mit ihm arbeiten könnt; das bekommt ihr alleine nicht mehr hin“
Das Herz schreit „Mein Babyhund…“
Die Angst ist, dass er komisch verändert wiederkommt
Die Hoffnung ist, dass Schmitti in Rente gehen kann
Und ich hatte gedacht, dass meine Schultern nicht mehr für „Diskussionsgäste, die einem ständig von links und rechts die positiven und negativen Gedanken ins Ohr und Gehirn schreien“ zur Verfügung stehen…
Ich will Ruhe, bitte
So genieße ich die letzten Stunden mit dem kleinen Vollpfosten, bevor Micha heute Mittag gen Rotterdam losfährt..,
Noch einmal als 4 blättriges Kleeblatt Gassi gehen
12.30 Uhr: Micha und Luke fahren los, mir ist traurig, schlecht und hoffnungsvoll
Morgens werden die Mähdels immer aus dem Nachtpferch gelassen:
Nachts sind sie sicher hinter dem Stromzaun, morgens wird der Pferch geöffnet, so dass sie die ganze Weide zur Verfügung haben. Der geöffnete Zaun wird wieder unter Strom gesetzt, damit sich keine Dame im Zaun erhängt; hatten wir einmal, bitte nie wieder.
Es war heute Nacht wieder richtig kalt, am Bach fanden wir kleine Eisgebilde
Kleine Hundejungs müssen aber trotzdem im Eiswasser plantschen
Reiner hat uns mit Marlen besucht; endlich konnten wir seine zukünftige Frau persönlich kennenlernen. 2 alte Freunde von Reiner – Leo und Thomas – kamen auch vorbei und so haben wir zusammen einen sehr schönen Tag verbracht
Liebe Malen, herzlich willkommen in unserer verrückten Familie
12.10. Samstag: Erntedankfest
Wie jedes Jahr bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Heuernte-Helfern mit einem Erntedank- Grillen:
… Luke kontrolliert an Schafe zu lassen. Er will, denkt aber, dass er genau weiß, wie hüten geht und wenn man ihm sagt, so aber nicht, verliert er – ganz das Frauchen – schnell die Geduld und schiebt dann Frust…
Wir sind schon ne toffte Kombi 😉
Also haben wir Kirstin & Thomas um Hilfe gebeten und sind heute Morgen gen Eifel gefahren…
Micha und Luke haben mit Thomas angefangen:
Anstrengend…
Mit „Hänschen“ wäre es einfacher gewesen als mit einem langbeinigen, schnellen „Hans“, aber jammern nützt nix, da müssen wir durch.
In den nächsten Tagen/Wochen kommt die lange Leine dran und dann wird in Ruhe nachgetrieben; gilt nicht nur für Luke, sondern auch Herrchen & (vor allem) Frauchen
… da gehen die Hundeköpfe Richtung Garten und während ich das vermeintliche Reh suchte, bewegte sich etwas großes Schwarz-Weißes hinter den Bäumen: eine Kuh; muss wohl wieder von der oberen Weide abgehauen sein… dann bringen wir sie mal wieder zu ihren Freundinnen…
Und so gingen wir zurück auf unseren Hof, um dann alle 5 Muhdels vorzufinden
Neugierig, wie die Tierchen sind wurde selbst der Trecker in Augenschein genommen
Schmitti und Luke haben sich kräftig ins Zeug gelegt, um die Muhdels davon zu überzeugen, dass es auf ihrer Weide viiiiieeeel schöner ist
Mittlerweile ist Carsten dann zu uns gestoßen und hat die „letzten Meter“ bis zu eigentlichen Weide übernommen, natürlich unter den wachsamen Augen der Hundejungs
Micha und ich werden gleich wieder das Tor zwischen Weide und Hof wieder zuschieben…
Danach konnten wir dann endlich die Mähdels rauslassen