Umstecken

Die Mähdels haben nun lange genug auf ihrem Fleckchen gestanden. Einmal haben wir schon ihre Hütte umgesetzt, aber nachdem wir gemäht haben, gibt es freie Platzwahl: wir lassen sie ein Stück die Wiese runter ziehen.

Die Mitarbeiter sind zu allen Schandtaten bereit
Unter Aufsicht noch im zaunlosen alten Zuhause
Neuer Zaun steht, Stecken einsammeln
Stecken verteilen und Zaun daran festmachen
Warnschilder verteilen
Wasser- und Salzschale und Raufe sind unten
Unter dem Kennerblick der Bewohnerinnen bauen wir das Weidezelt auf
Ich glaube, der Blick heißt „Macht hinne, gleich regnete“
Fertig!
Noch Strom auf den Zaun
Umzug vollzogen, Mähdels zufrieden

Ballen pressen und wegräumen

Und nach den ganzen Vorarbeiten kam heute die „Endarbeit“: Hermann hat uns unsere Ballenpressmaschine erklärt…

… und dann ging es auch schon los: Christian setzte sich auf den Trecker, schmiss die Maschine an und schwups:

Unser erster (noch) labbriger Ballen 🙂

Dann teilten wir auf wer was macht:

Cristian fuhr den Trecker und presste Ballen

Petra fuhr das Auto mit Hänger

Gerhard und Micha haben die Ballen auf den Wagen gehievt

Der 1. Hänger war voll, der Himmel wurde immer dunkler… Na, ob wir alles unters Dach VOR dem Regen bekommen? Sehr fraglich… Also habe ich Wiebke angerufen, ob sie uns einen Hänger leihen kann… Konnte sie nicht, aber sie rief Timo an und der fragte Hermann, ob wir Trecker und großen Hänger kurzfristig ausleihen dürfen und er sagte ja 🙂

Also unseren Hänger auspacken mit zusätzlicher Hilfe von Marcel und Laura, Trecker und Hänger abholen und wieder aufs Feld, auf dem Christian gemütlich seine Runden zog

Und mit vereinten Kräften haben wir es tatsächlich geschafft, 230 Ballen im Trockenen einzufahren

Ein RIESENDANK an unsere Helfer

Das Danke-Grillen kommt

Grünzeug

Mein wilder schöner Vorgarten

Der Tag danach…

… aber fangen wir noch gestern an …

Wir gaben uns total platt Pizza und Salat besorgt. Während wir auf die Fertigstellung der Speisen warteten, rief ein befreundeter Jäger an und fragte, ob wir nochmal mit unseren Hunden durch ein abzumähendes Feld laufen wollen, um evtl. angelegte Kitze zu finden: Klaro, morgen 9 Uhr sind wir da. Dann fielen wir aufs Sofa und wollten eigentlich nach dem Essen nur noch Duschen und dann ab ins Bett: ich habe es geschafft, nachdem Micha gerade auf dem Weg zur Dusche war, ging der Pieper: Brand, und das auch noch bei Freunden von uns … Wir sind ja ein eingespieltes Team: während Micha in die Feuerwehrsachen „schlüpft“, mache ich den Weg zum Auto frei. Und weg war er…

Leider kamen bei dem Brand ein Hund (‚mein Kamel‘ Bayanga) und eine Katze durch Rauchvergiftung ums Leben, den Menschen geht es soweit gut.

Irgendwann kam Micha ins Bett gekrochen. Ich hab ihn bis halb 9 schlafen lassen und dann entschieden, alleine mit den Hundejungs loszufahren, da ging der Pieper: es qualmte wieder. Und tschüss, mein Schatz, pass auf dich auf.

Wir sind dann nach Großsporkert zur Wiese gefahren, wo schon fleißig gemäht wurde…??? Die Jäger waren etwas sauer, da es anders abgesprochen war. So suchten wir in der noch stehenden Wiese zusammen mit den Jägern und fanden GsD nichts. Auf dem nach Hauseweg holte ich noch Brötchen: Micha hat bestimmt Hunger, aber es gibt tolle Feuerwehrfrauen, die schon den Jungs Frühstück gemacht haben – Danke Anja

So fing ich schonmal an das Scherchaos zu beseitigen, gab aber beim misten auf, da ich nicht wusste, wie ich meinen Mist

auf den großen Misthaufen bringen sollte – mache ich gleich mit Wiebke zusammen…

Dafür habe ich die Horden rausgeräumt und die Wolle rübergeholt

Dann kam Micha zum Duschen und zum 2. Frühstück. Hät ich doch nichts gesagt:

„Nach dem Gesetz der Serie müssen es 3 sein…“ piep, piep, piep

Und weg war er wieder… ohne Handy. Also packte ich Wasser, Kraftfutter, Hundejungs und Handy ein und fuhr nach Windgassen. Ich hatte gedacht, dass alles abgesperrt wäre, kam aber bis fast ans Haus, parkte und suchte Micha: schwierig, wenn jede Menge Feuerwehrmänner mit Atemmasken unterwegs sind. Dafür traf ich alle vom Brand Betroffenen und – Scheiss auf Viren – musste sie erst einmal drücken.

Dann fand ich auch meinen Mann, der in Vollmontur aus dem Brandhaus kam, und übergab ihm das Handy.

Und endlich fand ich Zeit zu den Mähdels zu fahren, um zu schauen, wie sie ihre erste Nacht „nackend“ im neuen Zuhause verbracht haben: ich glaube, sie schämen sich ein wenig, denn sie standen alle im Häuschen und kamen vorsichtig raus, als sie mich erkannten

Und dann haben wir auf der wunderschönen Wiese trainiert: fabelhaft!

Morgen gibt es Bilder von Jack, der heute auch sehr gut gearbeitet hat.

Dann haben wir die Mähdels wieder „rein“ gebracht, sie haben ihr Kraftfutter gekriegt und während sie gemampft haben,

habe ich auf dem Bänkchen die Sonne genossen.

Kurz nachdem ich zu Hause war, kam auch Micha. Um 19 Uhr wollte die FFW sich noch einmal das Haus anschauen, ob es noch irgendwo qualmt, aber bis dahin hatte Micha nun „frei“.

Dann kam Sabine und schaute sich die Fließe an: sie nahm 6 mit. Bin gespannt, was sie Tolles aus der Wolle meiner Mähdels macht und ich bekomme beigebracht, wie man spinnt – ok, eigentlich bin ich Profi im spinnen … ohne Geräte

Nun ist wirklich Feierabend und ich hoffe, dass unsere Nacht heute zusammenhängend ist.