Die Jungs ziehen aus

Nachdem die frühreifen Bubis alle Damen – Mütter, Tanten, Schwestern – besteigen und eine meine Damen das auch noch forciert, in dem sie den Jungs fast auf die Nase pinkelt, haben wir sehr kurzfristig das Projekt „Männer-WG“ angepackt.

Zuerst wurde der Hänger aktiviert, alle Weidezaun-Utensilien in mein Autochen gepackt, dass schon mal vor die neue Weide gefahren wurde.

Dann sind wir mit dem Trecker und dem Hänger auf die Weide und haben uns „Bubi für Bubi“ gepackt, Ohrmarken gesetzt und sie dann direkt in den Hänger gepackt.

Bubis und ihre Mütter fanden das überhaupt nicht witzig und so gingen einige Temperamente mit den Tieren durch:

Stefan, der die ganze Zeit mein Lieblingsschaf „in Beschlag“ genommen hat und die kleinen „Söhne“, die trinken wollten, weggehauen hat, verkloppte – voller Adrenalin – im Hänger erstmal Marlon. Wir haben dann zügig unsere beiden großen Kastraten Hans und Willi eingeladen und dann war endlich Ruhe / im Hänger, draußen begehrten die Mütter auf, die wir dann hinter den Elektrozaun gepackt haben…

Dann ging es zur neuen Weide bei unserem Nachbarn: Zaun aufstellen, Wasserpötte füllen, Strom anschließen…

Unter den strengen Blicken der Ur-Bewohner sind wir so gegen 22.30 Uhr endlich fertig geworden…

… und konnten die Bubis in ihr neues Zuhause entlassen

Das wird bestimmt eine laute Nacht:

die Kleenen mähen auf der einen Seite, die verzweifelten Mütter auf der anderen Seite

Trotz allem wünsche ich eine gute Nacht

Was für ein anstrengender Tag…

„Eigentlich“ wollten wir vormittags – wenn es nicht sooo heiß ist – das Schaf-Equipment zusammenpacken, auf den Hänger hieven, den auf die Weide stellen und dann warten bis es später kühler wird…

Erstens kommt es anders…,

Zuerst haben wir die Mähs auf die Tagwiese gestellt und dann haben wir ihnen ein Schattenplätzchen gebastelt

Dann habe ich mich durchs Zaun-Abbauen gequält. Nach 3 Zäunen und 13×3 weißen Pinnen war ich gar. Micha und ich haben die Heuraufen, die Wasserpötte, den „Strom“ und die Zäune aufgeladen und auf die Weide gefahren.

Dann haben wir die beiden Zelte abgebaut und auf den Hof gefahren: dort habe ich die Horden und die Windschutznetze „gekärchert“

War mal nötig…

Und weiter ging es…

Horden und Zelt wieder aufgeladen und ab auf die Weide. Während ich Zäune und weiße Pinne gesteckt habe, haben Micha und der zwischenzeitlich eingetroffene Stefan die Zelte aufgestellt

Das „neue“ Zelt ist einfach eine Katastrophe.

Die ganze Zeit waren alle Hundejungs dabei und hatten viel Spaß

Irgendwann sind wir ENDLICH fertig geworden

Dann haben wir noch die schon meckernden Mähs geholt und endlich war Feierabend

3. und letzter Schurtag 2022

Heute morgen gab es Kaffee und dann ging es auch schon los:

Alles wieder aus der Scheune holen, die Mähs wieder vor die Scheune treiben – machen Schmitti und Jack immer besser – und dann ging es auch schon los:

die letzten beiden Mähdels waren eine Herausforderung, denn das Fell war so verfilzt, dass die Schermaschine echt Schwierigkeiten bekam

Zwischendurch holten Nachbarn aus Kleinsporkert, Wolle und Köttel zum Düngen der Tomaten und als Danke schön bekamen wir Erdbeerkuchen

Grey und Carstina waren endlich auch geschoren, pedikürt und mit Butox gegen Ungeziefer behandelt. Wir schnappten dann noch unsere Lämmer, machten die Halsbändchen weiter und verpassten ihnen auch Butox.

Als Belohnung wurden die Mähs wieder auf die Weide geführt.

Eigentlich wollten wir die Tagweide umstecken, kamen aber nur noch dazu, den Zaun abzubauen, da es anfing zu regnen. Das Aufbauen machen wir morgen.

Endlich war alles weg- und aufgeräumt. So konnten wir mit den Hundejungs einen Spaziergang machen, duschen gehen, die Mähs ins Abendlager bringen …

und dann das zu machen, was man normalerweise morgens macht:

Endlich „frühstücken“